Home Tipps+Tricks Problemlösungen Die Outlook-Datendatei wurde nicht richtig geschlossen und muss überpüft werden

Die Outlook-Datendatei wurde nicht richtig geschlossen und muss überpüft werden

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Immer wieder klagen Anwender, dass nach einem Outlook®-Start die Datendatei überprüft werden muss, da sie zuvor nicht richtig geschlossen wurde.

In manchen Fällen ist der Virenscanner dafür die Ursache, der die Pst-Datei nicht "loslässt", also freigibt. Der wahrscheinlichere Grund ist jedoch der, dass Outlook® nicht genügend Zeit zum Beenden hat. Das ist dann der Fall, wenn es sich um relativ große Datendateien handelt und der Computer heruntergefahren wird, ohne vorher Outlook® zu beenden (Tipp von Kai Schneider).

Wenn Sie den Computer herunterfahren, dann sendet das Betriebssystem an alle offenen Anwendungen den Befehl "Feierabend - bitte schließen!". D. h. Outlook® beendet sich selbst, bzw. wird vom Betriebssystem dazu veranlasst. Falls jetzt eine große Pst-Datei vorhanden ist, so dauert es einige Zeit, bis diese von Outlook® geschlossen wird. Das Betriebssystem wartet jedoch max. 20 Sekunden und bringt dann ein Fenster, dass die Anwendung nicht mehr reagiert und ob die Anwendung beendet werden soll. Wird dies bestätigt, so kommt das dem manuellen Beenden eines Prozesses im Taskmanager gleich. Sofern die Pst-Datei zu diesem Zeitpunkt noch geöffnet ist, besteht die Gefahr, dass sie beschädigt wird.

Hinweis: Legen Sie die Meldung, dass die Anwendung nicht mehr reagiert, nicht immer auf die Goldwaage. Oft ist ein Programm einfach zu sehr ausgelastet, als dass es noch Zeit hätte, dem Betriebssystem mitzuteilen "Hallo, ich lebe noch". Warten Sie daher etwas ab. Im Zweifelsfall öffnen Sie den Taskmanager und prüfen Sie im entsprechenden Prozess (z. B. Outlook.exe) ob sich die Speicherauslastung ändert. Ist dies über mehrere Sekunden nicht der Fall, so hängt die Anwendung tatsächlich und kann nur noch manuell bzw. durch das Herunterfahren des Systems beendet werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, das Beenden von Anwendungen durch einen Registryeintrag vor Ablauf der 20 Sekunden zu veranlassen und diese danach sogar automatisch "abzuschießen", sprich den Task zu beenden. Das ist in diesem Falle natürlich nicht erwünscht und kann viel Ärger bedeuten.

Sie sollten daher immer zuerst Outlook® beenden und sichergehen, dass es vollständig aus dem Arbeitsspeicher entladen wurde. Das ist leider nicht bereits der Fall, wenn das Icon aus dem Infobereich verschwunden ist, sondern erst, wenn auch wirklich im Taskmanager kein Prozess Outlook.exe mehr läuft. Um nicht jedes Mal im Taskmanager nachzusehen, ob Outlook® auch wirklich beendet ist, gibt es die Möglichkeit über eine kleine Startdatei dies zu realisieren (siehe Beitrag Feststellen, ob Outlook® korrekt beendet wurde).

Update: Das Problem soll mit Service Pack 2 behoben sein. Zu beachten ist, dass die mit SP2 eingeführten Leistungsverbesserungen einen Größenzuwachs von ca. 20% bei Pst-Dateien bewirkt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 20. November 2009 um 21:13 Uhr